Kleines Teil, Große Wirkung

Kurz in eigener Sache:

Ein kleiner Hinweis für die Leute die mir von „so einem vielzu großen Auto“ abgeraten haben weil man ja nirgendwo damit einen Parkplatz findet.

Wo ein Amarok ist, ist auch ein Weg!

 

Jetzt mal zum Hauptthema, wie ihr alle wohl gesehen habt, wenn Ihr den ersten Post gelesen habt hat der Amarok noch Winterfelgen, einfache Stahlfelgen um genauer zu sein. Wenn ihr genau hinschaut könnt Ihr sehen das der Zugang zur Radnarbe offen ist, plus natürlich die Radmuttern. Diesen Anblick hab ich nicht lange ausgehalten, es sollen ja eh bald neue Reifen (und vielleicht auch Felgen) kommen denn der Sommer steht bevor und der Roki soll ein bisschen höher dastehen als seine Artgenossen. Aber bevor ich die nächsten Wochen so durch die Gegend fahre und mit allerlei Schlamm, Dreck und auch noch Streusalz einfange habe ich einfach abhilfe beschaffen. Radnarbenabdeckung. Und zwar diese hier:

In 3 Sekunden (pro Rad wohlgemerkt) montiert und verschönert das Gesamtbild ungemein finde ich!

 

 

Schritt Eins: Radio Umbau

 

Wie schon im vorigen Beitrag gesagt, bin ich oft lange unterwegs. Sei es für die Arbeit, in den Urlaub oder einfach nur Freunde besuchen welche weit weg wohnen. Autofahren ist eine Art Entschläunigungstherapie für mich (wenn man nicht gerade schnell fahren muss oder will). Dazu braucht man aber auch die enstprechende Musik, auf 1200km nur Radio ist auf die Dauer etwas langweilig und vorallem repetitiv, deshalb habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Mein RNS 210 ist zwar ganz in Ordnung als Standardausstattung aber es fehlt ein USB-Anschluss oder Bluetooth. Wichtig wenn man seine Musik hauptsächlich auf seinem Handy mitführt.

Das Originalzubehör von VW (RNS 310 oder RNS 510) ist zwar schön aber durchaus teuer, von VW neu ca 2.300€ und gebraucht über Ebay immernoch 700-1000€. Da nimmt man besser direkt ab Werk das volle Paket.

Etwas preiswerter und sehr ähnlich von der Optik sind die Geräte von Zenec (Zenec Z-E2015 ). Zenec produziert seine Radios speziell als Aftermarketlösung für Leute wie mich, die Ihren VW etwas umbauen wollen. Es funktioniert prima mit dem On Board Display und der Lenkradsteuerung von VW. Letzteres hat der Amarok aber nicht. Zudem ist es mit 850-900€ auch noch relativ teuer, aber wer die Optik von einem original VW Radio möchte ist hier genau richtig.

Ein paar Tage länger gesucht, stieß ich auf ein anderes Doppel DIN Radio von Pioneer. Es war letztes Jahr relativ neu, es nennt sich (neben der komplizierten Herstellerbezeichnung, Pioneer SPH-DA120) das AppRadio. Was das heisst ist das es praktisch die Benutzeröberfläche eines iPhones imitiert wenn man dieses anschließt. Mit knapp 400€ war es sogar preislich deutlich unter den anderen. Das Radio ist mit 2 USB-Anschlüssen ausgestattet, an einem ist das iPhonekabel angeschlossen, sodass die MirrorLink Funktionen genutzt werden kann (Wiederspiegeln der Benutzeröberfläche, iOS) und der andere für einen USB-Stick. Nützlich da so das iPhone gleichermaßen geladen wird und man sich einen 12V Stecker frei hält! Ausserdem könne Apps wie Spotify ganz einfach über das Touch Display des Radios bedient werden, man kann also so die Hände während der Fahrt vom Telefon lassen (was sonst teuer werden kann). Auch ein Mikrofon für die Freisprechanlage ist dabei, die Gesprächswiedergabe erfolgt über die Autolautsprecher.

Zum Einbau braucht man noch eine Blende weil das AppRadio nicht den kompletten Doppel DIN Slot füllt, hier muss man sehr aufpassen da es zwei Arten gibt (siehe Bilder unten).

 

Die Blende die am billigsten angeboten wird ist nicht ganz passend, zumindest für meinen Amarok mit dem AppRadio nicht (siehe ganz oben zweites Bild), man braucht eine die zur Innenseite leicht abgeschrägt ist, diese ist die einzige die passt. Blenden mit einem glatten Rand sind im Innendurchmesser zu groß! Ärgerlicherweise musste ich dies auch erst nach meiner Bestellung feststellen, sodass der Umbau sich um ein paar Tage verzögerte.

Zusammen mit einem CAN-Bus und den ensprechenden Kabeln war der ganze Umbau relativ schnell erledigt. Wenn eine genauere Anleitung gewünscht ist, kann ich gerne mal ein Step for Step tutorial machen, einfach per Email anschreiben oder kommentieren.

Zum Abschluss kann ich nur sagen das dass Radio super aussieht und gut funktioniert. Die Ausgangsleistung in Verbindung mit den standardmässigen VW Boxen ist recht ordentlich, das einzige was fehlt ist ein wenig Bass, da im Amarok keiner verbaut ist. Vielleicht ändere ich das ja irgendwann einmal…

 

Bestandsaufnahme

Auto gekauft. Auto zugelassen. Alles perfekt? Noch lange nicht.

Aber bevor wir hier zu Umbauten kommen mache ich erstmal eine Bestandsaufnahme.

Basis Ausstattung, BJ 2011, zuschaltbarer Allrad mit Untersetzung, RCD 210 Radio, Winterpaket, Hardtop von RoadRanger (hoehn.de), 2.0l TDI mit 163PS, 66.000km auf’m Tacho.

Das sind die Basisdaten. Einen durchschnittlichen Verbrauch von 8,2l Diesel habe ich über ein paar tausend Kilometer schon ermittelt, egal ob Stadt oder Autobahn, um den Dreh lande ich immer bei dieser Zahl, was wirklich kein schlechter Wert ist beachte man das das Auto einen cw-Wert einer Schrankwand hat. Leider bin ich mir nicht sicher ob der Truck hinten die verstärkten Blattfedern hat, sodass eine Zuladung von bis zu einer Tonne möglich wäre. Der Vorbesitzer war sich nicht ganz sicher, deshalb tippe ich erstmal auf nein. Man merkt deutlich das der Truck auf Lasten fahren ausgelegt ist, wenn man ohne Gewicht auf der Hinterachse durch die Stadt fährt merkt man deutlich das er etwas unruhig ist. Hat man ein paar Holzpaletten oder Bierfässer auf der Ladefläche ist plötzlich alles etwas glatter und man schwebt über den Asphalt.

  • Nun zu den paar Sachen die mich stören. Das RCD210 hat kein Bluetooth oder USB-Anschluss, gerade bei langen Fahrten schätze ich es sehr Spotify auf Dauerschleife zu haben.
  • Die Felgen und Reifen sind funktionell. Sie rollen, das war es aber auch. Da muss dringend ein Upgrade her.
  • Ein Warnsystem zum rückwärts einparken wäre auch in manchen Situation sehr hilfreich.

Das sind die ersten Punkte die ich angehen werde.

 

Der Start

Seit 2012 fahre ich VW, seit 2015 Amarok. Der erste war ein Scirocco.

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Wie man denn so ist, wollte man sein Auto etwas individualisieren, zeigen das man etwas anders ist als alle anderen (komisch, das wollen alle oder?). Mit dem Teile- und Tuningangebot war ich sehr zufrieden. Ein paar schicke Felgen gefunden, Niederquerschnittsreifen, ein neues Radio und was man nicht so alles für einen Stadtflitzer braucht.

Das ganze war auch eine gewissen Zeit verdammt attraktiv bis es dann das erste mal in den Urlaub ging. Campen. Süd-Tirol. Das die Frontlippe es überhaupt auf den Campingplatz geschafft hat war ein Wunder, danach erfolgte ein radikales Umdenken. Es sollte ein Geländewagen werden, Hauptsache groß, breit und viel Kofferraum. Es sollte aber auch ein richtiger Geländewagen sein, kein SUV welches maximal eine mit Laub befleckte Garageneinfahrt befahren könnte. Folgendes kam für mich in Frage:
1. Land Rover Defender 110

2. Land Rover Discovery

3. Jeep Wrangler

4. Toyota Landcruiser
Einige Zeit fuhr ich allerlei Autos probe. Manchen mehr, manche weniger geeignet einen Reise abseits befestigter Strassen zu überstehen. Allerdings war ein fabrikneues Auto leider nicht im Budget, deshalb ging es auf die bekannten Portale mobile.de und autoscout24.de .
Auch hier wurde viel Zeit investiert in Vergleiche und Probefahrten, die Suche erstreckte sich über 9 Monate hinweg, man möge Vergleiche mit einer schwierigen Geburt meiden.
Das schwierigste war natürlich sich zu entscheiden. Lieber den robusten Briten, der aber schon nach der Werksauslieferung aus den Nieten rostet (Kenner wissen wen ich meine) oder den Amerikaner welcher sich durch mein Portmonee  fressen würde? Die Antwort kam urplötzlich sowie unerwartet. Mein VW musste zum Service, bei dem Händler meines Vertrauens natürlich! Wie es der Zufall will stand hier auch ein relative Neuentwicklung von VW, einen die ich so noch nicht gesehen hatte. Ein Pickup. Von VW?! Es war keine Halluzination, es war Realität. Eine verdammt gut aussehende, samt Ladefläche und Starrachse.
Nach ein paar Minuten war klar. Der wird es. Jetzt musste nur noch einer her der Allrad, Untersetzung und eine Hinterachssperre hatte. Der Rest war mir relativ egal, da man ja später noch ein paar Sachen ändern kann.
Und dieser hier ist es nun geworden:

Foto 24.01.16, 20 02 51

Man möchte fast sagen der Scirocco ist nur ein wenig gewachsen. Der Amarok kam mit Winterreifen auf Stahlfelge daher, dazu gab es noch das äußerst nützliche Hardtop. Die Plastikfront gefiel mir von Anfang an, da diese auch preiswert zu ersetzen ist falls das Gelände mal etwas zu hart sein sollte. Xenon war auch nicht gewünscht, da es um längen einfacher (und billiger ist) ist eine H7 Birne zu wechseln als gleich den ganzen Scheinwerfer wegzuschmeissen (Achtung Hochstrom!).